Vom Werkstudentenjob zum CMO: Mein Weg bei der Nexus Group
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Karriere
18.9.2026

Vom Werkstudentenjob zum CMO: Mein Weg bei der Nexus Group

Vom Werkstudenten bei Startups.ch zum CMO der Nexus Group: Ein Rückblick auf Vertrauen, Learning by Doing und stetige Weiterentwicklung im Marketing.
Zusammenfassung:

Vom Werkstudenten, der Blogbeiträge übersetzte, bis zum CMO der Nexus Group Holding AG – der Autor beschreibt seinen Werdegang über die Swiss Startups Awards, die Italien-Expansion und die Geschäftsleitung seit 2020. Sein Erfolg beruht auf grösstenteils selbst angeeignetem Marketingwissen, dem Vertrauen von CEO Michele Blasucci und einer Kultur des Learning by Doing, die er heute als Führungskraft an sein Team weitergibt.

Als ich während meines Studiums bei Startups.ch anfing, schrieb ich Blogbeiträge auf Italienisch und übersetzte Dokumente. Heute bin ich CMO der Nexus Group Holding AG und verantworte das Marketing der Gruppe und ihrer Portfoliounternehmen. Vorhersehen konnte ich diesen Weg damals nicht. Dazwischen liegen viele Aufgaben, Projekte und Herausforderungen und vor allem unzählige Gelegenheiten, Neues zu lernen.

Die ersten Schritte bei Startups.ch

Meine Zeit bei der Nexus Group begann während meines Studiums an der Universität St. Gallen. Zu meinen Aufgaben bei Startups.ch gehörten italienische Blogbeiträge und die Übersetzung zahlreicher Dokumente.

Aus heutiger Sicht ist es fast erstaunlich, wie viel Zeit das damals in Anspruch nahm. KI und moderne Übersetzungstools, die heute selbstverständlich zum Arbeitsalltag gehören, spielten noch keine Rolle.

Für mich war diese Zeit vor allem eines: die Chance, erste praktische Erfahrungen zu sammeln und das Unternehmen Schritt für Schritt kennenzulernen.

Von ersten Aufgaben zu grösseren Projekten

Mit der Zeit kamen anspruchsvollere Aufgaben dazu. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Mitarbeit an den Swiss Startups Awards. Ich analysierte dafür zahlreiche Businesspläne, lernte die unterschiedlichsten Geschäftsmodelle kennen und erhielt einen tiefen Einblick in die Schweizer Start-up-Welt.

Nach dem Studium folgte der nächste wichtige Schritt: Ich arbeitete direkt für den Gründer und CEO der Nexus Group und gestaltete die Expansion nach Italien mit. Das Ziel war, das erfolgreiche Geschäftsmodell von Startups.ch auf den italienischen Markt zu übertragen. Rund sechs Monate lang pendelte ich dafür zwischen Lugano und Mailand und half, die Grundlagen für das Vorhaben zu schaffen.

Eine neue Richtung: Marketing

Im Zuge einer Umstrukturierung wurde später die Position des Head of Marketing & Partner Relations bei Startups.ch frei. Man bot mir die Rolle an, und ich sagte gerne zu.

Damit begann eine intensive Lernphase. Marketing, digitales Marketing, Projektmanagement, Produktentwicklung und Partnermanagement wurden zu meinem Alltag.

Ich habe in dieser Zeit schnell gemerkt, dass Entwicklung selten einem festen Plan folgt. Oft entsteht sie, weil man neugierig bleibt, Chancen erkennt und sich auf Themen einlässt, die zunächst ausserhalb der eigenen Komfortzone liegen. Genau dazu hatte ich bei der Nexus Group immer wieder Gelegenheit.

Der Schritt in die Geschäftsleitung

Ein besonders prägender Moment folgte 2020: Mitten in der Covid-19-Pandemie wurde ich in die Geschäftsleitung der Nexus Group Holding AG aufgenommen. Von da an war ich nicht mehr nur für das Marketing von Startups.ch zuständig, sondern auch für weitere Portfoliounternehmen wie Findea.ch und Taxea.ch.

Wichtig war dieser Moment für mich weniger wegen des Titels. Mir wurde vielmehr bewusst, wie stark sich meine Rolle seit den ersten Tagen bei Startups.ch verändert hatte.

Mit der neuen Aufgabe wuchs auch die Erkenntnis, dass Fachwissen allein nicht ausreicht. Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen, strategisch denken und andere in ihrer Entwicklung fördern: All das wurde immer wichtiger.

Lernen als Teil des Arbeitsalltags

Die Freude am Lernen begleitet mich durch meine gesamte Laufbahn. Während meines Bachelorstudiums in BWL an der Universität St. Gallen lernte ich erste Marketingkonzepte in der Theorie kennen. Mein anschliessendes Studium in Accounting and Finance, ebenfalls an der Universität St. Gallen, war stärker analytisch ausgerichtet. Die Faszination für Marketing blieb jedoch bestehen, vor allem für die Verbindung von Kreativität, Strategie und messbaren Ergebnissen.

Einen grossen Teil meines Marketingwissens habe ich mir deshalb selbst angeeignet: mit Online-Kursen, Fachbüchern, Blogs, Videos und vor allem durch praktisches Ausprobieren. Später kam ein CAS in Strategischem Management an der Universität St. Gallen dazu, das meinen Blick für langfristige, unternehmerische Zusammenhänge geschärft hat.

Heute beschäftigt mich vor allem die rasante Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz, AI Visibility und neue digitale Technologien. Ich nehme mir bewusst Zeit, Entwicklungen zu verfolgen, Tools zu testen und ihr Potenzial zu verstehen. Kontinuierliches Lernen ist für mich kein Projekt mit Anfang und Ende. Es gehört zum Arbeitsalltag.

Vertrauen schafft Entwicklung

Wenn ich zurückblicke, spielt Vertrauen eine zentrale Rolle. Unser CEO Michele Blasucci hat mir früh den Freiraum gegeben, eigene Ideen einzubringen und Projekte selbstständig voranzutreiben.

Dabei ging es nie darum, schon alles zu wissen. Entscheidend war die Bereitschaft, sich in Neues einzuarbeiten, Dinge auszuprobieren und aus Fehlern zu lernen. Dieses «Learning by Doing» hat mich stark geprägt.

Genau diese Kultur schätze ich bis heute: Neue Ideen sind willkommen, und wer Initiative zeigt, kann sie auch tatsächlich umsetzen.

Führen heisst, andere zu unterstützen

Entwicklung bedeutet für mich heute nicht mehr nur, selbst neue Fähigkeiten aufzubauen. Als Führungskraft ist es mir ebenso wichtig, dass mein Team eigene Lösungen findet, Wissen teilt und Verantwortung übernimmt.

Ich bin überzeugt: Gute Zusammenarbeit entsteht, wenn Menschen einander unterstützen und zugleich genügend Freiraum haben, um selbst zu entscheiden und Erfahrungen zu sammeln.

Dazu gehört für mich auch fokussiertes Arbeiten. Ich plane deshalb regelmässig Focus Days ein: Tage ohne Meetings, an denen ich mich anspruchsvollen Themen ohne Unterbrechung widmen kann.

Was die Nexus Group ausmacht

Müsste ich die Nexus Group jemandem beschreiben, der sie nicht kennt, würde ich eines hervorheben: Hier kann man mitgestalten. Wer neugierig ist und Eigeninitiative zeigt, kann eigene Ideen einbringen und sich fachlich wie persönlich weiterentwickeln.

Gleichzeitig muss man mit Veränderung umgehen können. Prioritäten verschieben sich, neue Technologien eröffnen neue Möglichkeiten, und aus einer Idee wird schnell ein Projekt. Wer feste Routinen und jeden Tag dieselben Aufgaben sucht, wird sich in diesem Umfeld vermutlich weniger wohlfühlen. Für mich macht genau das den Reiz aus.

Mein grösstes Highlight

Mein grösstes Highlight ist deshalb weder ein einzelnes Projekt noch eine bestimmte Beförderung. Es ist die Entwicklung als Ganzes: vom Werkstudenten, der Blogbeiträge schrieb, über die Italien-Expansion und die Marketingleitung bis in die Geschäftsleitung. Heute führe ich als CMO das Marketing der Gruppe und baue unser Partner-Ökosystem weiter aus.

Dieser Weg hat mir gezeigt, dass berufliche Entwicklung nicht durch Titel oder Hierarchiestufen entsteht. Sie entsteht, wenn Menschen Vertrauen erhalten, neugierig bleiben und die Freiheit haben, Neues auszuprobieren.

Genau das habe ich bei der Nexus Group erlebt. Und ich bin gespannt, was als Nächstes kommt.

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Nach seinem Bachelor und Master an der Universität St. Gallen (HSG) sammelte Mattia Piccoli Berufserfahrung in den Bereichen strategisches digitales Marketing, Projektmanagement, digitale Produktentwicklung und Unternehmensführung. Seit 2021 ist er Chief Marketing Officer der Nexus Group.